Ergebnisse
18. Oktober 2010:
Mikrosimulation des Kölner Hauptbahnhofes
„VeRSiert“-Mikrosimulation der Personenströme im Innenbereich des Kölner Hauptbahnhofes
Für Großveranstaltungen spielt der Kölner Hauptbahnhof eine wichtige Rolle. Das Modell dieses Verkehrsknotenpunktes konnte weiter aufgebaut und die Mikrosimulation auf Grundlage von Personenzählungen und Wegekettenanalysen noch weiter verdichtet werden. Das nachfolgende Bild zeigt einen Bereich des Kölner Hauptbahnhofes. Das Modell kann unter anderem genutzt werden, um Passagierströme am Hauptbahnhof in einer 3-dimensionalen Umgebung zu simulieren. Dieses Verfahren kann dazu beitragen, Maßnahmen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie der Verkehrsunternehmen nachhaltig anzupassen.

 



Abb.: Mikrosimulation des Kölner Hauptbahnhofes.
 
 
 
 
16. Oktober 2010:
Analyse der Besucherströme
„VeRSiert“-Besucherstrom Messungen zwischen der Stadtbahnhaltestelle Dom/HBF und der Zwischenebene durch Kameras im Vergleich für die Jahre 2009 und 2010.
Personenzählungen durch Kameras vereinfachen die Bewertung des Zustroms von Veranstaltungsteilnehmern und Fahrgästen zum Kölner Hauptbahnhof und deren U-Bahn-Haltestellen. Sie sind ein wichtiges Kriterium, um die Auslastung eines Gebäudes und deren Infrastrukturen zu bestimmen. Der Vergleich für die Jahre 2009 und 2010 kann dazu beitragen, Maßnahmen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie die Verkehrsunternehmen auf Grundlage dieser Messergebnisse anzupassen. Die nachfolgenden Bilder zeigen Personenstrommessungen während der „Kölner Lichter“ für den Zufluss zur U-Bahnhaltestelle „Hauptbahnhof“ in Köln in den Jahren 2009 und 2010.

 



Abb.: Personenzählungen durch Kameras im Vergleich für die Jahre 2009 und 2010.
 
 
 
 
17. Juli 2010:
Feldversuch
„VeRSiert“-Feldversuch zur Anwendung Mobiler Dienste bei den „Kölner Lichtern“
Die Anwendung der Mobilen Dienste während der Kölner Lichter 2010 wurde unter der Federführung des IAT und in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln dokumentiert. Mit einem Filmbeitrag wird ein Einblick in einen Feldversuch gegeben. Als Ergebnis einer Evaluation konnte die Wirksamkeit der Versuchsreihe und die hohe Akzeptanz dieser technischen Innovation bei Anwendern aufgezeigt werden.

 



Abb.: Einweisung der Anwender vor Beginn des Feldversuches mit Mobilen Diensten.
 
 
 
 
21. Mai 2010:
Informations- und Kooperationsportal
Auf der Basis des bisherigen Anforderungsmanagements wurde das Informations- und Kooperationsportals weiterentwickelt. Die dritte Ausbaustufe des Portals steht im Zentrum des Gesamtsystems EVITOS. Mit ihm können die beteiligten Organisationen bei der Planung und Durchführung einer Großveranstaltung kooperieren und bereits gesammelten Informationen für zukünftige Großveranstaltungen nachhaltig nutzen.
 
Über Schnittstellen des Portals können die Akteure wichtige Informationen (z. B. Stammdaten, Karten, Baustelleninformationen, Verkehrslenkungspläne, Gefahrenabwehrpläne, Simulationen, Videoanalysen, etc.) beziehen und austauschen.
 
 



Abb.: Eingangsseite zum Informations- und Kooperationsportal
 
Das Portal wird dieses Jahr interessierten Fachgremien in zahlreiche Kongressen (z. B. Interschutz 2010, Informatik 2010) umfassend dargestellt.
 
 
 
11. Juli 2009:
Kölner Lichter '09'
Am Vorabend der "Kölner Lichter" wurde seitens des Projektpartners Vitracom der Aufbau von Videokameras im Bereich der Stadtbahnhaltestelle "Dom/Hauptbahnhof" plangemäß abgeschlossen. So konnten über die gesamte Veranstaltungsdauer wertvolle Informationen über die Menge und Aufteilung der Fahrgastströme gewonnen werden.
 
 
Querschnitts-Zählungen
Im Bereich der Eingangshalle des Kölner Hauptbahnhofs wurden während der "Kölner Lichter" von 23:30 Uhr bis 1:30 Uhr an 16 Standorten die Anzahl der vorbeigehenden Personen richtungsscharf festgehalten. Gemessen wurde mit Zählklickern in 10-Minuten-Blöcken. Dabei unterstützt wurde das VeRSiert-Konsortium durch die Ingenieurgesellschaft Stolz mbH, die mit erfahrenem Zählpersonal und dem Equipment aus Neuss anreiste.

Abb.: Zählstationen am Kölner HBF / Kölner Lichter 2009 / 23:30 – 1:30
 
 
Befindlichkeits-Erhebung
Kräfte des Konsortialpartners "Fachgebiet Produktsicherheit und Qualitätswesen" (FG ProQ) von der bergischen Universität Wuppertal waren während der Anreisephase von 21:00 – 23:00 tätig. Im Bereich der Stadtbahnhaltestelle "Dom/Hauptbahnhof" und der Zwischenebene zur DB wurde eine Befindlichkeits-Erhebung durchgeführt. Hierzu wurde das Cards & Lights Verfahren angewendet: Passanten bekamen beim Verlassen der Stadtbahn eine Karte überreicht, auf deren Vorderseite eine These zu ihrer Befindlichkeit aufgedruckt worden war.

Abb.: Rückseite einer Cards & Lights Karte

Diese Karte konnte einige Wegmeter weiter in eine von drei aufgestellten Urnen geworfen werden.
Rote Urne = Ablehnung der These
Gelbe Urne = Keine Meinung
Grüne Urne = Zustimmung zur These
Befragt wurden 1338 Personen (27,9% der Passanten). 889 Karten wurden in die Urnen eingeworfen (Rücklauf = 66,4%)
Insgesamt waren während der Kölner Lichter 2009 im Rahmen von VeRSiert 32 Wissenschaftler und Assistenten im und um den Kölner Hauptbahnhof mit verschiedenen Aufgaben betraut. Dieser Einsatz – so läßt sich rückwirkend feststellen – kann als großer Erfolg verbucht werden. Valide Daten und Erkenntnisse konnten wie geplant gewonnen werden, die von großem Wert für die kommenden Schritte im Projekt sind.
 
 
 
November 2008 – April 2009:
Die Projektphase zwischen dem ersten und dem zweiten Meilenstein (November 2008 – April 2009) diente der Umsetzung des Arbeitspaketes 1 „Ermittlung der Anforderungen“ und des Arbeitspaketes 2 „Konzeption“.
 
Ist-Analyse
Die Aufnahme der organisationsübergreifenden Prozesse und Informationsanforderungen bei der Planung und Durchführung von Großveranstaltungen mit relevanten Akteuren in Köln sowie großen Veranstaltern wurde fortgesetzt. Bei der Planung und Durchführung von Großveranstaltungen lässt sich eine Vielzahl verschiedener Tätigkeiten erkennen. Die Reihenfolge der Prozessschritte unterscheidet sich dabei zwischen Akteuren und Veranstaltungen. Die Zusammenarbeit wird derzeit nur sehr begrenzt durch IT-Systeme unterstützt.
 
Erprobung erster videobasierter Personenzählungen
Es wurden zur Erprobung erste Erfassungen und Aufteilungen der Fahrgastströme am Kölner Hauptbahnhof und am Rhein-EnergieStadion durchgeführt, an der KVB-Haltestelle Dom/Hbf sind Fahrgäste zum Sicherheitsempfinden befragt worden und schließlich wurde der Pretest zur Befragung der Verkehrsunternehmen abgeschlossen.
 
Konzeption eines web-basiertes Informations- und Kooperationsportals
Ein web-basiertes Informations- und Kooperationsportal dient dem organisationsübergreifenden Informationsaustausch sowie der Kommunikation und Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren bei Großveranstaltungen. Hierfür erfolgte die fachliche und technische Spezifikation für normal verlaufende Veranstaltungen als Basis für die Implementierung des ersten Demonstrators, u.a. mit funktionalen Anforderungen, exemplarischen Bildschirmmasken sowie einem detaillierten Daten- bzw. Relationenmodell.
 
Konzept nationaler Befragungen
Das Erhebungskonzept zur bundesweiten Befragung von Verkehrsunternehmen ist erstellt worden. Neben der Einbindung von Verkehrsunternehmen in die Planung und Durchführung von Großveranstaltungen stehen dabei konkrete Maßnahmen, Erfahrungen und Managementstrategien zur Verbesserung der Sicherheit im Zentrum des Interesses. Die Befragung der Verkehrsunternehmen wird durch eine Erhebung in ausgewählten Kommunen ergänzt.
 
Konzept internationaler Befragungen
Die Erhebungen bei Verkehrsunternehmen im Ausland zur Bestandsaufnahme von organisatorischen und personellen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit werden sich auf die Städte Madrid und London konzentrieren. Hierzu werden Experteninterviews geführt, die bis Ende Juli 2009 abgeschlossen sein werden.
 
Konzeption einer Simulation von Besuchermassen/ -strömen
Die Simulation wurde hinsichtlich der Abbildung von Zusammenhängen beim Verhalten von Personen weiterentwickelt. Dafür wurde die konzeptionelle Kopplung zwischen Realität und Simulation durch einen Regelkreis spezifisch für VeRSiert erarbeitet. Die möglichen Inputparameter anderer Partner für die Simulation wurden systematisch analysiert. Zudem wurde das Simulationsmodell des Kölner Hauptbahnhofs verfeinert.
 
Konzeption von ortsbezogenen mobilen Diensten für die Einbindung von Bürgern und Hilfseinsatzkräften
Nach einer Analyse der bestehenden mobilen und mobilfähigen Dienste der Projektpartner wurden auf Basis einer integrierten Mobile-Dienste-Plattform für Veranstaltungen und Ereignisse die Favoriten zur Umsetzung in VeRSiert identifiziert.
 
Konzeption eines permanenten sicherheitsbezogenen Kundenanforderungs- und -zufriedenheits-Messverfahrens
Ein vorhandenes Konzept zur permanenten Messung der Kundenzufriedenheit wurde auf die spezielle Situation in VeRSiert übertragen. Dabei wurden die relevanten Einflussfaktoren und Umgebungsvariablen identifiziert. Darauf aufbauend wird das Messverfahren vorgestellt, mit dem konkret am Kölner Hauptbahnhof permanent das Sicherheitsempfinden von Fahrgästen bei Großveranstaltungen gemessen werden könnte.