Szenarien für VeRSiert
Das Projekt VeRSiert wird im Rahmen eines Förderprogramms beantragt, das sich mit der szenarioorientierten Erforschung der Verringerung von Auswirkungen bei Großschadensereignissen im öffentlichen Verkehr befasst. Szenarien dienen dazu, komplexe Zusammenhänge und vielfältig miteinander verwobene Situationen verständlicher und damit auch beherrschbarer zu machen. Allerdings wird der Begriff Szenario auf so vielen unterschiedlichen Ebenen angewendet, dass damit teilweise Missverständnisse erzeugt werden können. Derzeit werden drei Ebenen von Szenarien für VeRSiert als relevant erkannt:
Szenarien für VeRSiert
Szenarioebene 1:  Arten von Großveranstaltungen
Szenarioebene 2:  Arten von ungeplanten Ereignissen („Schadensereignis“), auf die spontan reagiert werden muss
Szenarioebene 3:  Arten von Interventionsmöglichkeiten, die zur Auswahl stehen
Eine solche Systematik mit drei Ebenen erlaubt die differenzierte Abarbeitung von empirischen Fragen und Modellentwicklungen. Hierfür werden dann jeweils alle anderen Szenario-Ebenen gleich gelassen und nur auf einer Ebene Veränderungen durchgeführt, deren Auswirkungen dann in der Simulation bzw. durch empirische Erhebungen überprüft werden können.
Die Komplexität der Szenarien lässt sich weiter erhöhen, da auch innerhalb einzelner Szenarien selbst Variationen möglich sind und die Auswirkungen von Veränderungen erprobt werden können. So macht es voraussichtlich einen Unterschied, ob es sich bei dem Fußballspiel um ein Lokalderby oder ein Länderspiel handelt, z.B. bezüglich der Ortskenntnis, des Aggressionspotentials, des Sicherheitsempfindens etc.